Samstag, 1. April 2017

Rezension - Scherbenseele - Erik Axl Sund


                                                                   Autoren: Jerker Eriksson, Hakan Aklander Sundquist
Seiten: 410
           Verlag: Goldmann
               Genre: Psychothriller
  Preis: 12,99€





Inhaltsangabe:

Eine Welle bizarrer Selbstmorde erschüttert Schweden. An den unterschiedlichsten Orten im Land nehmen sich Jugendliche auf ungewöhnliche, grausame Weise das Leben, und sie alle haben eines gemeinsam: Sie hören die düstere Musik eines Interpreten namens "Hunger" auf alten Musikkassetten, während sie sich umbringen. Zur gleichen Zeit wird in Stockholm der erste von mehreren einflussreichen Männern ermordet. Als Kommissar Jens Hurtig ihn mit den Selbstmorden in Verbindung bringt, zeigt sich das ganze schreckliche Ausmaß des Falls ... Bild- und Textquelle







Meine Meinung:

Scherbenseele ist nach der Victoria Bergmann Trilogie eine, ins  in sich abgeschlossene Reihe. Erwähnenswert ist auch zu sagen das man das Buch auch Lesen kann ohne vorher die Victoria Bergmann Trilogie gelesen zu haben. Ich selbst habe die Reihe vorher noch nicht gelesen und war aber dann doch gespannt wie mir Scherbenseele des Autoren Duos gefallen wird und bin an das Buch auch mit wenig Erwartungen ran gegangen.

Der Einstieg in das Buch beginnt sehr spannend. In den ersten Seiten stehen mysteriöse und grausame Selbstmorde die von Jugendlichen praktiziert werden. Im Zusammenhang mit diesem Selbstmorden taucht immer der Name eines Künstlers namens "Hunger" auf. Alle Jugendliche die Suizid begehen haben eine Kassette bei sich die sie sich während des Suizids anhören. Für Kommissar Jens Hurtig und sein Team steht fest das Hunger eine große Rolle spielt warum die Jugendlichen Selbstmord begehen.

Man bekommt in dem Buch viele unterschiedliche Sichten zu sehen was ich nicht immer so gut fand. Die Kapitel des Buches sind sehr kurz, teilweise nur eine Seite lang, und dadurch kann man nur schwer eine Beziehung zwischen den einzelnen Charakteren entwickeln. Wenn man mal in einem Kapitel drin ist und sich in die Figur "hineinversetzt" hat ist das Kapitel auch schon wieder zu Ende. Mir ist außer Jens Hurtig keiner der Charaktere so wirklich im Gedächtnis geblieben was ich natürlich sehr schade finde. Bestimmte Dinge die Personen in dem Buch passiert sind blieben einem teilweise Gleichgültig, weil man zu der Figur einfach keine Beziehung aufbauen konnte.

Den Schreibstil fand ich aber sehr angenehm und flüssig, wodurch man das Buch in einen Rutsch durchlesen kann.  Das Buch hat eine sehr düstere und beklemmende Atmosphäre die man ab der ersten Seite spürt und die einen auch ziemlich runterziehen kann. Die Stimmung passt aber natürlich zu dem Hauptthema in dem es in dem Buch geht nämlich Suizid.  

Im Laufe des Buches kommt Jens Hurtig dem Künstler "Hunger" immer mehr auf die Schliche und ab einen Punkt wird das Buch dann sehr rasant. Es kommen auch einige blutige und teilweise auch brutale Szenen in dem Buch vor bei denen man nicht zart besaiten sein sollte.  Zu Ende des Buches wird es dann nochmal ziemlich dramatisch und es sind auch noch ziemlich krasse Dinge passiert mit denen ich nicht gerechnet hätte. Doch mir kam das Ende etwas zu kurz und es blieben auch einige Fragen offen was ich nicht so gut fand. Ich hätte mir mehr Hintergründe und den Umständen erfahren.


Mein Fazit:

Ich fand das Buch im großen und ganzen ganz Ok. Es ist für mich auf der einen Seite ein sehr spannender und bedrückender Thriller gewesen, aber auf der anderen Seite hab ich nicht so wirklich in das Buch reingefunden, weil die Kapitels sehr kurz waren und man dadurch keine Beziehung zu den Charakteren herstellen kann. Das Ende des Buch fand ich wirklich sehr krass und mit dem hätte ich auch nicht gerechnet aber auch hier ist mir die Aufklärung des Buches zu kurz gekommen.

Ich gebe dem Buch 3 - 5 Sterne.

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